CBDC-Programm entwickelt sich parallel zu Stablecoin-Plänen weiter
Der Bericht kommt, während Südkorea seine digitale Zahlungsstrategie weiter umgestaltet und die Behörden zunehmend die CBDC-Entwicklung mit neuen Richtlinien für Won-gestützte Stablecoins abwägen.
Die Bank of Korea startete das Projekt Han River als Einzelhandels-CBDC-Experiment unter Beteiligung von sieben Geschäftsbanken. Frühere Pläne sahen vor, die zweite Phase auf Peer-to-Peer-Überweisungen und Händlerzahlungen auszuweiten.
Bloomberg berichtete jedoch im Juni 2025, dass die Zentralbank die Vorbereitungen für die zweite Phase ausgesetzt habe, nachdem teilnehmende Banken Bedenken hinsichtlich der Implementierungskosten und des Fehlens eines klaren kommerziellen Modells geäußert hatten. Der Bericht sagte auch, dass die Regulierungsbehörden begonnen hätten, mehr Aufmerksamkeit auf die Schaffung eines rechtlichen Rahmens für privat ausgegebene Won-gestützte Stablecoins im Rahmen des vorgeschlagenen Digital Asset Basic Act zu legen.
Seitdem hat sich die Regierungspolitik auf beiden Fronten weiterentwickelt.
Anfang dieses Monats kündigte die Provinz Gyeonggi Südkoreas ersten staatlich unterstützten Blockchain-Stablecoin-Pilotversuch an, der im August beginnen und bis Februar 2027 laufen soll. Laut der Blockchain-Publikation NexBlock wird das Projekt untersuchen, wie ein Blockchain-basierter Stablecoin ausgegeben, zirkuliert und abgerechnet werden kann, bevor später Betrugsprävention, Datenschutz und Zahlungsanwendungsfälle im öffentlichen Sektor getestet werden.
Separat veröffentlichten die Finanzbehörden am 19. Juli einen Fahrplan, um den koreanischen Won zu einer frei konvertierbaren Währung zu machen, während gleichzeitig Gesetze zur Regelung der Ausgabe und des Umlaufs von Won-gestützten Stablecoins eingeführt werden.
Laut der lokalen Publikation Etnews wurde der Fahrplan gemeinsam von der Financial Services Commission, der Bank of Korea, der Financial Supervisory Service und der Korea Securities Depository erstellt. Neben Stablecoins enthält er auch Pläne zur Ausweitung institutioneller CBDC-Pilotprogramme im Zusammenhang mit tokenisierten Staatsanleihen und Einlagentoken, während die Teilnahme am Projekt Agora der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich für grenzüberschreitende Zahlungsinfrastruktur unterstützt wird.
Die Bank of Korea hat betont, dass Einlagentoken getrennt von privat ausgegebenen Stablecoins funktionieren. Nach ihren Vorschlägen würden Einlagentoken Bankeinlagen auf einer Blockchain-Infrastruktur darstellen, die auf dem Großhandels-CBDC-System der Zentralbank aufbaut, mit potenziellen Anwendungen wie staatlichen Subventionen, öffentlichen Gutscheinen und anderen digitalen Zahlungsdiensten.






