Der US-Finanzminister Bessent erklärte öffentlich, dass die USA bald 80 % der weltweiten Rechenleistung kontrollieren würden, und positionierte die Führungsrolle bei der Rechenleistung als Kernpfeiler der US-Wirtschaftsstrategie. Diese Aussage kommt von der höchsten politischen Ebene und bietet eine starke politische Unterstützung für die kontinuierlichen Investitionen in die KI-Infrastruktur der USA.
Kürzlich sagte Bessent in der Mike Rowe Show, dass die USA derzeit etwa 50 bis 60 % des weltweiten Rechenleistungsanteils besitzen und dieser Anteil voraussichtlich bald auf 80 % steigen werde. (We probably used to have 50 or 60% of the compute power in the world. We’ll probably soon be at 80%.) Er bezeichnete diesen Rechenleistungswettbewerb als strategisches Spiel, das die USA „auf keinen Fall verlieren" dürften, und sagte, falls ein Gegner die Führung übernehme, wäre die daraus resultierende strategische Hebelwirkung „inakzeptabel". Gleichzeitig erklärte er, dass die USA derzeit etwa ein Jahr Vorsprung vor ihren Konkurrenten im KI-Bereich hätten.
Diese Aussage erregte schnell die Aufmerksamkeit des Marktes. Analysten wiesen darauf hin, dass eine politische Aussage auf Ebene des Finanzministers tatsächlich eine „nationale Unterstützung" für langfristige Kapitalausgaben in der KI-Infrastruktur der USA darstelle, was direkt die Nachfrageaussichten von Unternehmen wie Nvidia und den Investitionszyklus von Hyperscale-Cloud-Anbietern begünstige.
Bessents Kernargument: Rechenleistung ist Staatsmacht
Bessent ordnete die KI-Rechenleistung in der Sendung explizit in den strategischen Rahmen der nationalen Wirtschaftskraft ein. Er stellte künstliche Intelligenz, Halbleiter und Quantencomputing nebeneinander und bezeichnete sie als die drei Säulen der nationalen Wirtschaftskraft und Sicherheit der USA.
Aus der Perspektive eines Wirtschaftshistorikers verteidigte er die gesellschaftlichen Auswirkungen der KI-Technologie, indem er auf historische Beispiele wie das Automobil und die Google-Suche verwies und betonte, dass technologische Innovationen zwar kurzfristige Schmerzen verursachen, langfristig jedoch stets mehr Chancen schaffen. Er wies insbesondere darauf hin, dass KI kleinen Unternehmen ermöglichen werde, mit großen Unternehmen zu konkurrieren, und sagte, dass bisher keine Nettoarbeitsplatzverluste durch KI beobachtet worden seien.
Auf politischer Ebene erwähnte Bessent, dass die Regierung aktiv eine tiefe Zusammenarbeit zwischen Bundesbehörden und dem Privatsektor im Bereich der KI-Cybersicherheit vorantreibe und die Umsetzung entsprechender Exekutivanordnungen unterstütze. Der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, vertrat zuvor ebenfalls die gleiche Position und forderte öffentlich, dass die USA um jeden Preis ihren Vorsprung bei Rechenleistung und Modellfähigkeiten halten müssten.
Signale und Risiken, die Anleger beachten sollten
Für Marktteilnehmer ist die politische Signalwirkung dieser Aussage klar: Die US-Regierung wird den Aufbau der heimischen KI-Infrastruktur weiterhin unterstützen, und der damit verbundene Investitionszyklus hat langfristige politische Unterstützung.
Analysten wiesen jedoch auch auf die Notwendigkeit von Vorsicht hin. Der „Rechenleistungsanteil" hat derzeit keine öffentlich zugängliche, autoritative Messmethode; die Zahl von 80 % ist eine prognostische Einschätzung eines politischen Beamten, keine geprüften Messdaten. Laut einer Analyse von Podcast Alpha sollten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf quantifizierbare physische Indikatoren wie die tatsächliche Kapazitätserweiterung und den Aufbau der Strominfrastruktur konzentrieren, anstatt Entscheidungen allein auf der Grundlage politischer Aussagen zum Rechenleistungsanteil zu treffen.
Verifizierte Daten unabhängiger Forschungsinstitute sowie konkrete Zahlen aus den Halbleiter-Tracking-Berichten und Cloud-Infrastrukturberichten der kommenden Quartale werden die entscheidenden Grundlagen sein, um zu überprüfen, ob diese politischen Erwartungen eintreten.
Dieser Artikel stammt vom WeChat-Konto: 华尔街见闻 , Autor: Zhao Ying
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