Mark-Preis vs. Index-Preis im Krypto: Was ist der Unterschied?

2026-07-20

Mark-Preis vs. Index-Preis im Krypto: Was ist der Unterschied?

Auf einem Krypto-Perpetual schwirren gleichzeitig drei Preise umher, und sie zu verwechseln kann teuer sein. Der letzte Preis ist, wo der Perp gerade gehandelt wurde; der Index-Preis ist der faire Spot-Wert; und der Mark-Preis ist der, mit dem dein Gewinn und Verlust berechnet und Liquidationen ausgelöst werden. Hier steht, was jeder bedeutet und warum Liquidation bewusst den Mark-Preis nutzt, nicht den letzten Trade.

Die drei Preise

Sieh dir einen Perpetual an, und du wirst mehr als eine Zahl sehen. Der letzte Preis ist schlicht der Preis des jüngsten Trades auf diesem Kontrakt, der bei dünner Liquidität herumspringen kann. Der Index-Preis ist eine Referenz für den wahren Wert des Assets, und der Mark-Preis ist eine stabilisierte Zahl, die die Börse für die Berechnungen nutzt, die dein Konto tatsächlich betreffen. Zu wissen, was was ist, ist der Schlüssel, einen Perp richtig zu lesen.

Der Index-Preis

Mark vs. Index auf einen Blick: die drei Preise, was Index ist, was Mark ist und warum Liquidation Mark nutzt.

Der Index-Preis stellt den fairen Marktwert des Basiswerts dar. Börsen bauen ihn aus den Spot-Preisen mehrerer großer Plätze, meist als volumengewichteten Durchschnitt, sodass die Eigenart oder Manipulation eines einzelnen Marktes ihn nicht dominiert. Weil er aus vielen Quellen stammt, ist der Index eine robuste, schwer zu schiebende Schätzung dessen, was die Münze jetzt wirklich wert ist — der Anker, an dem alles andere gemessen wird.

Der Mark-Preis

Der Mark-Preis ist, womit deine Position Moment für Moment bewertet wird. Er basiert auf dem Index-Preis plus einer kleinen, abklingenden Anpassung, die die Funding-Basis widerspiegelt, dann geglättet, damit er nicht ruckelt. Die Börse nutzt den Mark-Preis, um deinen unrealisierten Gewinn und Verlust zu berechnen und, entscheidend, zu entscheiden, wann eine Position ihr Liquidationsniveau erreicht. Dein realisierter Gewinn oder Verlust beim tatsächlichen Schließen kommt weiter vom Kurs, zu dem du handelst.

Warum Liquidation Mark nutzt, nicht Last

Den Mark-Preis für Liquidationen zu nutzen schützt Trader vor Manipulation. Würden Liquidationen vom letzten Kurs ausgelöst, könnte jemand den Perp mit einer großen Order kurz hochtreiben oder eindrücken — ein „Docht“ — und eine Welle von Liquidationen zu realitätsfernen Kursen erzwingen. Weil der Mark-Preis an den Multi-Börsen-Index gebunden und geglättet ist, kann ein kurzzeitiger Docht auf einem Platz deine Position nicht unfair liquidieren. Es hält Liquidationen am echten Marktwert.

Fazit

Letzter Preis ist, wo der Perp gerade handelte, Index-Preis der faire Spot, über Börsen gemittelt, und Mark-Preis — Index plus Funding-Basis, geglättet — setzt deinen unrealisierten PnL und deinen Liquidationspunkt. Der Grund der Trennung ist Schutz: Liquidationen am manipulationsresistenten Mark zu bepreisen statt an einem sprunghaften letzten Trade verhindert, dass ein einzelner scharfer Docht Positionen unfair auslöscht. Um die Grundlagen weiter zu lernen, folge weiteren Beiträgen der Bitbase Academy.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist Bildungsinhalt der Bitbase Academy, nur zu Informationszwecken. Er ist keine Anlage-, Handels-, Steuer- oder Finanzberatung. Krypto-Assets sind volatil — schätze dein Risiko selbst ein. Stand Juni 2026; maßgeblich sind die aktuellen offiziellen Informationen.

Quellen

[1] Britannica Money, "Perpetual Futures: Meaning, Regulation, and Example" britannica.com

[2] Investopedia, "Mark to Market (MTM): What It Means and How It Works" investopedia.com

[3] Coinbase Learn, "Understanding Funding Rates in Perpetual Futures" coinbase.com